Sonderprivatauszug

Der sogenannte Sonderprivatauszug dient für viele Arbeitgeber als Schutz gegen Menschen, die früher einmal Straftaten begangen haben, um z. B. Minderjährige und andere Personen zu schützen. Dieser Artikel erklärt, worum es sich genau bei diesem Dokument handelt und wie es beantragt werden kann.

Sonderprivatauszug

Was genau ist im Sonderprivatauszug enthalten?

In diesem Dokument sind alle Urteile enthalten, die zu einem Tätigkeitsverbot oder ein Kontaktverbot gegenüber Minderjährigen geführt haben. Es wird in erster Linie von Arbeitnehmern gefordert, falls die Arbeit mit Minderjährigen, z. B. in einer Schule oder in einem Kindergarten stattfindet. Damit wird sichergestellt, dass die Minderjährigen geschützt sind. Die Urteile in diesem Dokument werden so lange behalten, solange auch das Tätigkeitsverbot erlassen wurde, d. h. sie verjähren dabei nicht mit der Zeit, sondern verschwinden erst dann, wenn das jeweilige Verbot aufgehoben wurde.

Das Dokument wird in der Regel auf Deutsch ausgestellt, es ist jedoch eine Übersetzung in andere Sprachen oder eine Beglaubigung möglich.

Sonderprivatauszug

Was ist beim Antrag zu beachten?

In erster Linie ist eine Bestätigung des Arbeitgebers oder der jeweiligen Behörde notwendig, dass das Dokument wirklich gebraucht wird. Diese Bestätigung muss während des Antrages hochgeladen werden – der Antrag selbst erfolgt dabei entweder im Internet oder beim Einwohneramt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Der Sonderprivatauszug kann nur vom Antragsteller selbst bestellt werden und wird auch nur an die im Ausweisdokument hinterlegte Adresse zugestellt. Die Zusendung an eine abweichende Adresse ist in der Regel nicht möglich. Es dauert rund zehn Werktage, bis das Dokument zugesendet wird.